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Kinderbürgermeister:innen: Beteiligung von klein auf

Ein Toolkit hilft dabei, ein politisches Amt für Kinder und dafür einen verbindlichen Rahmen und langfristige Unterstützungsstrukturen zu schaffen.

© DKJS

Kinder und Jugendliche müssen ihre Gegenwart und Zukunft verantwortungsvoll selbst gestalten können – unabhängig von ihrer Herkunft oder ihrem Wohnort. Praktisches Erlernen, direktes Erfahren und eigenes Umsetzen demokratischer Beteiligung: Das macht eine zeitgemäße und erfolgreiche Demokratiebildung aus. So entwickeln Heranwachsende Interesse an demokratischem Engagement. Um Wege und Möglichkeiten kennenzulernen, sich in ihrer eigenen Lebenswelt einzubringen und zu beteiligen, braucht es geeignete Angebote im Sozialraum und in den Kommunen.

Wir fordern, dass Kinder und Jugendliche stärker an gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen beteiligt werden. Denn sie sind ernstzunehmende Mitglieder unserer Gesellschaft. Eine praktische, reale Beteiligung ist das stärkste Werkzeug für gelingende Demokratiebildung.
Peggy Eckert, Expertin für Demokratiebildung in der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

In Städten und Gemeinden ein Kinderbürgermeister:innenamt zu etablieren, kann ein sehr geeigneter Weg sein, die nächsten Generationen von klein auf an kommunalen Entscheidungen zu beteiligen. Gleichzeitig werden damit Strukturen geschaffen, um die Meinung der Kinder anzuhören und in politischen Entscheidungsprozessen zu berücksichtigen. Demokratische Prozesse werden so für Kinder in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld direkt erfahr- und erlebbar. Sie spüren, dass ihre Meinung zählt und tatsächlich gehört wird. Sie können sich einbringen in die Gestaltung ihres Heimatortes, sie können äußern, was sie eigentlich konkret brauchen und sich wünschen. Und sie wählen Projektideen aus, die danach auch tatsächlich realisiert werden. 

Eine:r Kinderbürgermeister:in vertritt alle Kinder im Ort. Damit das funktioniert, müssen viele von der Idee überzeugt sein und bei der Umsetzung tatkräftig unterstützen. Lokale Entscheidungsträger:innen benötigen Beratungsangebote und geeignete Fortbildungen, um langfristige Strukturen für eine echte Beteiligung von Kindern zu entwickeln. Wichtig ist dabei auch der Praxis-Austausch mit anderen Kommunen, etwa durch regelmäßige Vernetzungsveranstaltungen.

Wie es genau funktioniert, dass Kinderbürgermeister:innen gewählt werden können und wie erwachsene Begleiter:innen sie in ihrer Funktion aus Sprachrohr für Kinder unterstützen können, erklärt das TOOLKIT (PDF-Dokument) Zur Wahl einer Kinderbürgermeisterin oder eines Kinderbürgermeisters. Es entstand innerhalb des Programms Demokratie in Kinderhand, einem Kinderbeteiligungsprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und des Landesprogramms Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz. Das Programm ist Teil von Stark im Land – Lebensräume gemeinsam gestalten. 

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